International Journal of Esthetic Dentistry  (Deutsche Ausgabe)
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Int J Esthet Dent 12 (2017), Nr. 4     4. Dez. 2017
Int J Esthet Dent 12 (2017), Nr. 4  (04.12.2017)

Seite 474-494


Indirekte adhäsive Seitenzahnrestaurationen: Präparation und Adhäsion
Ferraris, Federico
Indirekte adhäsive Seitenzahnrestaurationen werden inzwischen in der Praxis vielfach angewendet. Indikation für das indirekte Vorgehen ist häufig die Notwendigkeit, einen oder mehrere Höcker zu überkuppeln. Nach dem "adhästhetischen" Konzept wird zunächst die Kavität analysiert, um die Festigkeit des Zahns nach der Restauration zu bewerten. Hierzu müssen nacheinander das Dentin über der Pulpakammer (interaxiales Dentin), die Randleisten, das Pulpadach und die Höcker bewertet werden. Um die Festigkeit zu erhöhen, sollten die Höcker gegebenenfalls überkuppelt werden. Die Aufbaufüllung für die indirekte Restauration wird in Adhäsivtechnik und möglichst mit schrumpfungsarmen Materialien durchgeführt. Ein adhäsiver Stift muss nicht platziert werden, ist aber auch nicht kontraindiziert, wenn hierbei der Wurzelkanal substanzschonend präpariert wird. Für den Zahn stehen verschiedene Präparationsformen zur Wahl. Der Butt joint ist die häufigste Form bei adhäsiver Befestigung und schützt den Höcker, wenn er fragil ist. Eine Variante des Butt joints, die Anschrägung des Präparationsrands, ist ästhetisch vorteilhaft und bietet an der Peripherie der Präparation mehr Platz bzw. mehr Schmelzoberfläche. Die innen abgerundete Schulter eignet sich bei einer zervikalen Umfassung. Normalerweise ist sie jedoch indiziert, wenn eine frühere Höckerfraktur restauriert werden muss. Das Veneerlay kombiniert Overlay und bukkales Veneer, um spezielle ästhetische Anforderungen zu erfüllen. Approximal werden folgende Präparationsformen unterschieden: Kasten - am häufigsten verwendet; Anschrägung - für eine substanzschonendere Wiederherstellung der Randleiste, Ridge-up - um die Randleiste (entscheidend für die Stabilität des Zahns) im Fall einer erforderlichen Höckerüberkuppelung zu erhalten. Ein Ridge-up ist in zwei Varianten möglich: zum Erhalt und als Überdeckung der Randleiste. In vielen Fällen wird innerhalb derselben Präparation mehr als eine Präparationsform verwendet. So finden sowohl der Zahn als Ganzes als auch seine einzelnen Bereiche Beachtung, sodass die Prognose und der Substanzerhalt ein gutes Gleichgewicht bilden.
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